DJ 3000
(underground resistance, motech rec., detroit)
ANDREAS REITER (zuckerwatt)
FABIAN HOFER (zuckerwatt)
DJ 3000
(underground resistance, motech rec., detroit)
ANDREAS REITER (zuckerwatt)
FABIAN HOFER (zuckerwatt)
DJ 3000 (underground resistance, motech rec, submerge, detroit)
Wenn man Produzenten und Djs nach ihren musikalischen Wurzeln befragt, antworten die Meisten, wenn nicht alle, mit dem obligatorischen Hinweis auf ihr Elternhaus oder irgendeinen maßgeblichen Verwandten. DJ3000 aka Franki Pjetar Luca Juncaj, sog. “Night Strike Spezialist” in seiner Funktion als UR Assault DJ Squad-Mitglied und gleichzeitig lange Zeit Hauptverantwortlicher Sales Manager bei Detroits legendärem No#1 Distributor Submerge [UR Local 3000] ist da nur auf den ersten Blick keine Ausnahme.
Geboren und aufgewachsen in Detroits Stadtteil Hamtramck, wurde er schnell mit den beiden spezifischen, teilweise gewalttätigen Seiten seiner Neighbourhood konfrontiert: Ein hoher gemischt rassiger Anteil an Einwohnern in einem starken sozialen Spannungsfeld um ihn herum und darin dann diese spezifischen Einflüsse albanischer Folklore, die seine Eltern stets zu hören pflegen. Ein Melting Pot also an Ingredienzien, der unterschiedlicher so nicht unbedingt hätte ausfallen können, und der folgerichtig am derzeit vorläufigen Ende das Profil von Juncajs eigenem Imprint Motech Records im Detroit Techno/Techno-Soul Kontext als höchst eigenwilligen Hybrid aus Techno, Electro, Machine-Phunk und Ethno-Sounds des europäischen, mittleren Ostens [Balkan] definiert.
Eigentlich klar, dass also Label wie Eigner, Philosophie und Mission als höchst ernstzunehmende Elemente in einer ansonsten im Sinn immer stärker entleerten Technowelt, die nur noch schnödem Mammon nachzueifern scheint, verfolgen müssen. Wie hieß es einst so schön, in Vorwegnahme eines weiteren von vielen Sündenfällen in der modernen Musikgeschichte bei James Brown und seiner Family, „You can have some Watergate, but gimme´some bucks then i´ll be straight!“ Doch weit gefehlt, Juncaj kennt diese Godfather Of Funk-Humoreske nur zu gut, und sein Blick ist trotz manch wachsender Yuppie-Allüren auch in seinem Umfeld, weiterhin stets wachsam gerichtet auf die Unterrepräsentierten in dieser Gesellschaft und im Musikgeschäft.
Juncaj mixt dabei wie selbstverständlich für Ade Mainors Electrofunk Imprint das erste „2002 Installment“ der spektakulären „Somewhere In Detroit“ (S.I.D.) Mix-CD-Serie und überrascht daneben gleichzeitig zum eigenen Labelauftakt in 2003 sämtliche Detroit Techno-Puristen dieser Welt mit BLACK PHUTURES futuristischem „Unfriendly“, das den Spirit von Juan Atkins Model 500 mit dem dämonischen unterkühlten Maschinenfunk des Direct Beat Label der Burden Brothers zielsicher „zu einer neuen, Club affinen Phuture Perfect“ Synthese schweißt.
Mr. Motech versteht sich dabei in seinem vielschichtigen Wirken konsequent als „Working Class Producer” und DJ im Sinne klassischer UNDERGROUND RESISTANCE Tradition, der aber nicht nur dieser über seine Arbeit eine Stimme zu verleihen versucht, sondern gerade auch deswegen mit allen erlaubten, unkonventionellen Mitteln seine eigene, ganz spezifische Interpretation des „Sound Of The Motor City” über das Motto „We speak your language” höchst sympathisch wie bodenständig als glaubwürdiges „Universal Rhythm” Modell zum Beispiel mit dem aktuellen Album „Galactic Caravan” selbstbewusst promotet.
http://www.myspace.com/dj3000motech
http://www.motechrecords.com
http://www.discogs.com/artist/DJ+3000
Andreas Reiter (zuckerwatt)
http://www.myspace.com/andreasreiter
Fabian Hofer (zuckerwatt)
http://www.myspace.com/fabianhofer